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Aktuelles zum Aufbruch der Kirchgemeinde Stäfa!

Wir publizieren hier in regelmässigen Abständen aktuelle Neuigkeiten, Leserbriefe, Argumenten im Zusammenhang mit dem Aufbruch- und Visionsprozess der Kirchgemeinde Stäfa und dem ZusammenWachsen mit der Kirchgemeinde Hombrechtikon.

Argumente in Kurzform

  • Bewegung in der Zürcher Landeskirche.
    Seit 2014 haben 80 von 180 Kirchgemeinden im Kanton Zürich entschieden, sich mit anderen Kirchgemeinden zusammenzuschliessen. Ein Hauptgrund ist die rückläufige Anzahl ihrer Mitglieder. Seit 2005 ist die Zahl der Reformierten in Stäfa und Hombrechtikon um 14 % zurückgegangen. Die Wohnbevölkerung ist im gleichen Zeitraum um 16 % gewachsen. Daraus ergibt sich eine Differenz von rund 30 %. Es ist uns wichtig, dass wir auch in Zukunft ein vielfältiges Angebot für alle Gemeindemitglieder anbieten können. Die Reorganisation zu einer grösseren Einheit ist ein guter Schritt in diese Richtung.
    Zusammenschlüsse sind die nachhaltige Form von Kooperationen.

  • Eine Kirchgemeinde mit Zukunft braucht eine vernünftige Grösse.
    Eine Kirchgemeinde ist eine öffentlich-rechtliche Einrichtung. Die Anforderung an ihre Professionalität steigt. Das betrifft alle kirchlichen Berufe – auch Leitung, Verwaltung und Haushaltsführung. Es braucht vertieftes Fachwissen für immer komplexere Abläufe. Um professionell zu bleiben und um sorgsam zu haushalten, benötigen wir eine sinnvolle Gemeindegrösse. Sie dürfte durch den Zusammenschluss von Stäfa und Hombrechtikon für die nächsten zwanzig Jahre gesichert sein. Professionalität, Qualität und Effizienz machen uns fit für die Zukunft.
    Wir stellen heute die Weichen für morgen.

  • Ein Weg der Kirchgemeinden Stäfa und Hombrechtikon in eine gemeinsame Zukunft: mit soliden Finanzen, starken Ressourcen und aus dem Geist der Solidarität.
    Das Finanzmodell für eine zusammengeschlossene Gemeinde zeigt:
  • Einsparungen von CHF 160’000 durch Wegfall von Doppelspurigkeiten
  • einen etwas geringeren Ertrag durch die Angleichung der Steuerfüsse auf 11 % (CHF 250’000)
  • einen Ertragsüberschuss von CHF 385’000 bei einem Aufwand von CHF 4’750’000.

  • Der Zusammenschluss ist bezahlbar und lohnt sich:
  • Die Gemeindegrösse erlaubt künftig wirtschaftlicheres Haushalten.
  • Die unterschiedlichen Gemeindekulturen bereichern sich gegenseitig.
  • Das theologische Profil in einem grösseren Pfarrteam wird vielfältiger.

  • Bündeln – Bewegen – Bewahren
    Mit dem Zusammenschluss von Stäfa und Hombrechtikon verfolgen wir drei Ziele:
  • Wir bündeln unsere Kräfte: z.B. in der Konfirmationsarbeit oder im Gottesdienst (Kanzeltausch).
  • Wir wagen Neues: z.B. im Projekt «partizipative Jugendarbeit» (unterstützt vom Kirchenrat mit 20 Pfarrstellenprozenten).
  • Wir bewahren Bewährtes: z.B. Gottesdienste am Sonntagmorgen an beiden kirchlichen Orten und Pflege des kirchenmusikalischen Lebens vor Ort.
  • Verankert und innovativ gestalten wir den Wandel.
  • Die Stäfner Kirchgemeinde ist von grossen Veränderungen betroffen. Der Anteil reformierter Einwohner in Stäfa ist zwischen 1999 und 2019 von 51% auf 35% gesunken. Der Mitgliederrückganz wird zu Einschränkungen – zum Beispiel bei der Pfarrstellenzuteilung – führen.
  • Besser als zu warten und das bestehende Programm mit weniger Mitteln aufrecht zu erhalten ist es, frühzeitig zu handeln um die Kirchgemeinde langfristig zukunftsähig zu erhalten.
  • Noch gibt es keine Sparzwänge. Der Zusammenschluss ist deshalb keine Sparübung, sondern ein proaktiver Aufbruch und die kreative Gestaltung der Zukunft.
  • Durch regionale Räume entsteht mehr Beweglichkeit und mehr innovativer Spielraum für alle Beteiligten.
  • Trotzdem bleiben die Ansprechpersonen in den kirchlichen Orten (Hombrechtikon, Stäfa, Ürikon) bestehen. Auch bleibt bei Taufen, Beerdingung, Hochzeiten alles, wie es ist. Der Religionsunterricht für die Kinder wird weiterhin an den bestehenden Orten angeboten.
  • Der zusätzliche Gewinn liegt in der grösseren Beweglichkeit für Ideen, Angebote. Durch geschickte Kooperationen können Mittel freigeschaufelt werden für neue Formen von Kirche. Ziel des Zusammenschlusses ist auch, die Vielfalt des kirchlichen Lebens zu erhöhen.
  • Es gehört zur Tradition der Reformierten Kirche, mutig aufzubrechen in eine vielfältige und alltagsnahe Zukunft.

Ja zum Zusammenschluss der Kirchgemeinden Stäfa und Hombrechtikon

„Für eine vielfältige, alltagsnahe, zukunftsfähige reformierte Kirchgemeinde“

Im Frühling 2021 werden die Mitglieder der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Stäfa über einen Zusammenschluss mit der Kirchgemeinde Hombrechtikon abstimmen. Wir legen mit Überzeugung ein JA ein, denn es eröffnet eine alltagsnahe und zukunftsfähige Kirchgemeinde.

Naheliegend und bereits ein wenig vertraut

Durch Spaziergänge am See, durch gemeinsam besuchte Vereins- und Sportanlässe, durch Chilbi- oder Operettenbesuche, durch die gemeinsame Pfadi sind uns die Gegend und Gesichter von Hombrechtikon bereits so gut bekannt oder unbekannt, wie es manche Ecken und Menschen unserer eigenen Gemeinde sind. Die Türme der beiden reformierten Kirchen zeigen nur gerade 2940 Meter voneinander entfernt in denselben Himmel.

Das Zusammenschlussprojekt HoSt22 (Hombrechtikon-Stäfa)

Unsere Stäfner Kirchgemeinde ist von grossen Veränderungen betroffen. Die Mobilität der Bevölkerung, ihr Medienkonsum, ihre Bereitschaft sich langfristig zu verpflichten hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. So ist zum Beispiel der Anteil reformierter Einwohner in Stäfa allein zwischen dem Jahr 1999 und 2019 von 51% auf 35% gesunken. Der Mitgliederrückgang wird über kurz oder lang zu Einschränkungen z.B. bei der Zuteilung der Pfarrstellen führen. In einer ähnlichen Situation befindet sich die Kirchgemeinde Hombrechtikon.

Angeregt vom Reformprozess der Kantonalkirche «KirchGemeindePlus» ist es sinnvoll, jetzt zu handeln, um die Kirchgemeinde längerfristig zukunftsfähig zu erhalten.

Durch den regionalen Sozialraum entstehen in Zusammenschlussprojekten neue, kreative Gestaltungsmöglichkeiten. Das zeigen Beispiele aus bisher mehr als zehn ähnlichen Projekten im Kanton Zürich. Die HoSt22-Projektgruppe hat überzeugend gezeigt, dass im regionalen Raum neue Formen kirchlicher Arbeit (z.B. in der Jugendarbeit) möglich werden und gleichzeitig die beiden Standorte Stäfa und Hombrechtikon weiterhin ein vielfältiges Programm haben werden. Ausserdem ändert sich für die Kirchenmitglieder nichts im Hinblick auf Religionsunterricht der Kinder oder auf Kasualien wie Taufen, Beerdigungen oder Hochzeiten. Die Mitarbeitenden werden in grösseren Teams arbeiten und trotzdem bleibt klar, wer Ansprechperson für ein bestimmtes Thema oder für einen bestimmten Ort ist. Ein zusätzlicher Gewinn ist nicht nur der Raum für Innovation, sondern auch die Vielfalt an Personen und Orten im kirchlichen Leben der Kirchgemeinde.

Was lebt, das bewegt und erneuert sich stetig

Zum Wesen der reformierten Kirche gehört seit ihren ersten
Tagen, dass sie sich laufend neu (re-)formiert.  Sie passte sich immer wieder den jeweiligen Situationen an, um ihren Auftrag weiterhin wahrnehmen zu können, nämlich zum Wohle der Menschen «die gute Botschaft zu verkünden». Inhaltlich gehört dazu, dass sie als Volkskirche eine Vielfalt theologischer Überzeugungen miteinander im Gespräch hält und dass sie in der konkreten Solidarität mit Menschen für Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung und den Frieden einsteht. Oder, dass sie gemeinsam mit den Menschen Wege und Antworten sucht und dabei auch Ungewisses und Zweifel aushält. Organisatorisch gehört dazu, dass sie ihre Mittel dafür einsetzt, die Menschen immer wieder neu und immer wieder neue Menschen anzusprechen.

Die Zukunft willkommen heissen

Damals – im 16. Jahrhundert – haben sich unsere Väter und Mütter nicht zur Reform der Kirche aufgemacht, damit sich für die nächsten 500 Jahre nichts mehr verändert. Wollen wir unsere Mütter und Väter nachahmen, dann bewegen wir uns.
Ein nächster wichtiger Erneuerungsschritt unserer lebendigen Kirche steht mit der Abstimmung nun vor der Tür. Wir engagieren uns für diese Entwicklung, weil wir überzeugt sind, dass auch die Kirche visionär sein darf. Es gehört zu ihrer Tradition, Schritte in die Zukunft mutig zu gehen.
Tragen Sie zu diesem aufregenden Aufbruch bei und nehmen Sie an der Urnenabstimmung teil. Mit Ihrem JA zum Zusammenschluss unterstützen Sie aktiv eine vielfältige, alltagsnahe und zukunftsfähige reformierte Kirchgemeinde.

35 Erstunterzeichnende:

Heinz Bergmann; Yannick Bietenholz; Elizabeth Casal; Rita Collet; Ruth Fluck; Hansjörg Fluck; Christa Frischknecht; Martin Gabathuler, Rosemarie Gabathuler; Monika Hänggi; Peter Hürlimann; Maja Karrer; Andi Kaul; Cécile Krause; Eva Langenskiöld; Suzanne Lienhart; Eva Niedermann; Fredi Rechsteiner; Elisa Ruoff Zeller; Claudia Schaufelberger; Thomas Schaufelberger; Rosmarie Schefer; Astrid Schoch; Wolf Seemann; Tanja Trütsch; Ine van den Heuvel; Andreas van den Heuvel; Regula Walder; Nora Welti; Peter Wilhelm; Regula Wilhelm; Simon Wilhelm; Stephan Zeller; Markus Zellweger; Mirjam Zellweger;

Weitere Unterzeichner*innen:

40 Roland Bommeli
39 Wolfgang Gollwitzer
38 Lotti Burger
37 Daisy Keller
36 André Meyer
35 Rita Friedli
34 Ernst Sommer
33 Longoni Silvia
32 Cornelia Bizzarri
31 Barbara Meyer
30 Hannelore Küng
29 Regula Galle-Hauser
28 Christof Wyss
27 Corina Mouhadi
26 Arie Duindam
25 Bernadette Brusa
24 Arnold Egli
23 Felix Zeller
22 Edith Brogli
21 Christian Haltner
20 René Barraud
19 Marianne Barraud
18 Ueli Lott
17 Hansueli Bacher
16 Hedi Bacher
15 Silvia Diethelm
14 Madeleine Strub-Jaccoud
13 Josef Junz
12 Theres Egli
11 Ursula Bolli
10 Dinette Schneider
9 Christian Meyer
8 Evelyne Lott
7 Benjamin Wilhelm
6 Andreas C. Duerr
5 hansruedi lampart
4 Verena Vogelmann
3 Andreas Erni
2 Robert Brusa
1 Verena Zeller-Sauder

Unterstützen Sie den Zusammenschluss und zeigen Sie Ihre Zustimmung!

Sie können die oben formulierte Erklärung unterstützen indem Sie Mitunterzeichner*in werden.

Ja zu HoSt22 - Kirchgemeinde Hombrechtikon Stäfa

Für eine vielfältige, alltagsnahe und zukunftsfähige Reformierte Kirchgemeinde Hombrechtikon Stäfa

Im Frühling 2021 werden die Mitglieder der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Stäfa über einen Zusammenschluss mit der Kirchgemeinde Hombrechtikon abstimmen. Wir legen mit Überzeugung ein JA ein, denn es eröffnet eine alltagsnahe und zukunftsfähige Kirchgemeinde.
Naheliegend und bereits ein wenig vertraut
Durch Spaziergänge am See, durch gemeinsam besuchte Vereins- und Sportanlässe, durch Chilbi- oder Operettenbesuche, durch die gemeinsame Pfadi sind uns die Gegend und Gesichter von Hombrechtikon bereits so gut bekannt oder unbekannt, wie es manche Ecken und Menschen unserer eigenen Gemeinde sind. Die Türme der beiden reformierten Kirchen zeigen nur gerade 2940 Meter voneinander entfernt in denselben Himmel.
Das Zusammenschlussprojekt HoSt22 (Hombrechtikon-Stäfa)
Unsere Stäfner Kirchgemeinde ist von grossen Veränderungen betroffen. Die Mobilität der Bevölkerung, ihr Medienkonsum, ihre Bereitschaft sich langfristig zu verpflichten hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. So ist zum Beispiel der Anteil reformierter Einwohner in Stäfa allein zwischen dem Jahr 1999 und 2019 von 51% auf 35% gesunken. Der Mitgliederrückgang wird über kurz oder lang zu Einschränkungen z.B. bei der Zuteilung der Pfarrstellen führen. In einer ähnlichen Situation befindet sich die Kirchgemeinde Hombrechtikon.
Angeregt vom Reformprozess der Kantonalkirche «KirchGemeindePlus» ist es sinnvoll, jetzt zu handeln, um die Kirchgemeinde längerfristig zukunftsfähig zu erhalten.
Durch den regionalen Sozialraum entstehen in Zusammenschlussprojekten neue, kreative Gestaltungsmöglichkeiten. Das zeigen Beispiele aus bisher mehr als zehn ähnlichen Projekten im Kanton Zürich. Die HoSt22-Projektgruppe hat überzeugend gezeigt, dass im regionalen Raum neue Formen kirchlicher Arbeit (z.B. in der Jugendarbeit) möglich werden und gleichzeitig die beiden Standorte Stäfa und Hombrechtikon weiterhin ein vielfältiges Programm haben werden. Ausserdem ändert sich für die Kirchenmitglieder nichts im Hinblick auf Religionsunterricht der Kinder oder auf Kasualien wie Taufen, Beerdigungen oder Hochzeiten. Die Mitarbeitenden werden in grösseren Teams arbeiten und trotzdem bleibt klar, wer Ansprechperson für ein bestimmtes Thema oder für einen bestimmten Ort ist. Ein zusätzlicher Gewinn ist nicht nur der Raum für Innovation, sondern auch die Vielfalt an Personen und Orten im kirchlichen Leben der Kirchgemeinde.

Was lebt, das bewegt und erneuert sich stetig
Zum Wesen der reformierten Kirche gehört seit ihren ersten
Tagen, dass sie sich laufend neu (re-)formiert. Sie passte sich immer wieder den jeweiligen Situationen an, um ihren Auftrag weiterhin wahrnehmen zu können, nämlich zum Wohle der Menschen «die gute Botschaft zu verkünden». Inhaltlich gehört dazu, dass sie als Volkskirche eine Vielfalt theologischer Überzeugungen miteinander im Gespräch hält und dass sie in der konkreten Solidarität mit Menschen für Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung und den Frieden einsteht. Oder, dass sie gemeinsam mit den Menschen Wege und Antworten sucht und dabei auch Ungewisses und Zweifel aushält. Organisatorisch gehört dazu, dass sie ihre Mittel dafür einsetzt, die Menschen immer wieder neu und immer wieder neue Menschen anzusprechen.
Die Zukunft willkommen heissen
Damals – im 16. Jahrhundert – haben sich unsere Väter und Mütter nicht zur Reform der Kirche aufgemacht, damit sich für die nächsten 500 Jahre nichts mehr verändert. Wollen wir unsere Mütter und Väter nachahmen, dann bewegen wir uns.
Ein nächster wichtiger Erneuerungsschritt unserer lebendigen Kirche steht mit der Abstimmung nun vor der Tür. Wir engagieren uns für diese Entwicklung, weil wir überzeugt sind, dass auch die Kirche visionär sein darf. Es gehört zu ihrer Tradition, Schritte in die Zukunft mutig zu gehen.
Tragen Sie zu diesem aufregenden Aufbruch bei und nehmen Sie an der Urnenabstimmung teil. Mit Ihrem JA zum Zusammenschluss unterstützen Sie aktiv eine vielfältige, alltagsnahe und zukunftsfähige reformierte Kirchgemeinde.

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40 Unterschriften

Bisher haben unterschrieben: 40

Hier der Brief als pdf: Er kann und darf herunter geladen und weiterverbreitet werden!

Der kantonale Reformprozess KirchGemeindePlus

Das Projekt HoSt22 steht im Kontext des kantonalen Reformprozesses KirchGemeindePlus – ein inhaltlich-visionäres Entwicklungsprojekt mit dem Ziel, die reformierten Kirchgemeinden im Kanton Zürich längerfristig vital und zukunftsfähig zu behalten. Die Idee ist, dass die kirchliche Arbeit in einem regionalen Raum mehr Gestaltungsmöglichkeit, Vielfalt und Kreativität erlaubt als in vielen einzelnen Kirchgemeinden, die alle mehr oder weniger daselbe Programm machen. Davon erhoffen sich die Projektverantwortlichen eine lebensweltliche Wende in der kirchlichen Arbeit, also dass die Kirche ganz nah ist an den aktuellen Lebenswelten der Mitglieder – in den Quartieren, in den Fragestellungen und an den Treff- und Brennpunkten des Lebens. Auf der Projektseite www.kirchgemeindeplus.ch sind viele Beispiele von erfolgreichen Kirchgemeinde-Zusammenschlüssen dokumentiert – ausserdem inhaltlich-theologische Grundlagen-Dokumente sowie konkrete Ideen für den kreativen Gestaltungsraum, der entsteht, wenn zwei oder drei oder zehn Kirchgemeinden gemeinsam wachsen. Bereits gibt es 17 erfolgreiche Zusammenschlüsse von Kirchgemeinden im Kanton Zürich mit insgesamt über 80 Kirchgemeinden (von ursprünglich 170 Kirchgemeinden sind es jetzt noch 110 – und es werden weniger), die den Schritt nach Abwägung aller Argumente gemacht haben. Beispiele sind zu finden unter: http://www.kirchgemeindeplus.ch/gemeindepraxis/zusammenschluesse/

Zusammenschluss im Eulachtal

Gute Erfahrungen mit einem Zusammenschluss hat zum Beispiel die neue Kirchgemeinde Eulachtal gemacht.

Die gemeinsame, neue Kirchenpflege hat viel Energie entwickelt und ist mit Kreativität und Schwung dabei, die neue Kirchgemeinde vital zu gestalten.

Neun Kirchgemeinden im Säuliamt wagen das ZusammenWachsen

Ein grosses Projekt ist im ländlichen Gebiet des Säuliamts vorangeschritten. Dort schliessen sich 9 Kirchgemeinden zusammen zur Kirchgemeinde Knonauer Amt. Die letzten Schritte werden derzeit gemacht. Es ist viel Engagement zu spüren und die Gestaltung des kirchlichen Lebens in einer Region mit verschiedenen kirchlichen Orten und Formen ist kreativ.

Was bei allen 17 Zusammenschlüssen im Kanton Zürich zu sehen ist: An der Urnenabstimmung vom 27. September 2020 haben die Mitglieder der neun Kirchgemeinden Aeugst a. A., Affoltern a. A., Bonstetten, Hausen a. A., Hedingen, Maschwanden, Mettmenstetten, Ottenbach und Rifferswil die geplante Fusion mit 68 bis 87 % JA-Stimmen-Anteil deutlich angenommen.

Zusammenarbeitsvertrag führt zu Bürokratie und sinnlosen Sitzungsmarathons: Die Erfahrung der Kirchgemeinden im Weinland

Die Kirchgemeinden Benken, Marthalen, Trüllikon-Truttikon, Ossingen, Rheinau haben seit Jahren gesagt, dass sie eine vertraglich vereinbarte Zusammenarbeit vorziehen und sie haben einen umfangreichen Vertrag geschlossen. Nach nur zwei Jahren haben sie gemerkt: Die Verdoppelung aller Gremien hat zu sinnloser Bürokratie geführt. Als Beispiel: In jeder Kirchgemeinde gab es eine Jugendkommission. Diese bestanden fort. Gleichzeitig wurde aber eine neue Jugendkommission über alle Kirchgemeinden hinweg gegründet, welche die Koordination sicherstellen musste.

Derselbe Mechanismus wurde bei der Kirchenpflege und bei vielen weiteren Kommissionen angewendet. Ausserdem sahen die Kirchgemeinden, dass sie bei den kleinsten gemeinsamen Projekten (wenn es etwa um 20% regionale Anstellung einer Person ging) sowohl auf der gemeinsamen Ebene einen Beschluss brauchten, wie auch in jeder Kirchgemeinde. Die Akteure der Kirchgemeinden sassen nur noch an Sitzungen und konnten die inhaltliche Arbeit nicht mehr erbringen. Deshalb haben sie sich nun für eine Fusion. Und zwar – nach den Erfahrungen – schnell und überzeugt. Die Stimmbevölkerung hat mit 85 bis 92% JA-Stimmen zugestimmt.

Wissenschaftliche Studie zu KirchGemeindePlus: Zwischenbilanz zeigt hohe Zufriedenheit bei betroffenen Mitarbeitenden

Wie gut ist die reformierte Kirche im Reformieren?
Eine externe Begleitforschung beobachtet den Reformprozess «KirchGemeindePlus» der
Reformierten Landeskirche und ihrer Kirchgemeinden. Jetzt liegen ein erster Zwischenbericht und Empfehlungen für Nachbesserungen vor.
Seit 2012 ist die Reformierte Kirche des Kantons Zürich auf dem Weg, sich zukunftsfähiger auszurichten: Zusammenschlüsse von Kirchgemeinden sollen Kräfte bündeln und neue Räume schaffen,
damit die Kirche das Gemeindeleben vielfältig und nahe bei den Menschen gestalten kann. Das ist
die Vision des von Kirchensynode und Kirchenrat angestossenen und mit dem Titel «KirchGemeindePlus» versehenen Prozesses. Ein Grossteil der Kirchgemeinden hat sich ihm in den letzten Jahren angeschlossen und treibt ihn in eigener Verantwortung voran.

Wie gut ist der Reformprozess bisher gelungen? Inwiefern wurden die angestrebten Wirkungen
erreicht? Was bedeutet er für Mitglieder, Freiwillige, Mitarbeitende und Behörden? Und wie kann
der Prozess noch besser gefördert und gesteuert werden?

Interessant ist zum Beispiel, dass die Zufriedenheit bei den Mitarbeitenden in Zusammenschluss-Kirchgemeinden besser ist als in vereinzelt bleibenden Kirchgemeinden. Der Zwischenbericht macht verschiedene Empfehlungen, die der kantonale Prozess nun aufnimmt und die auch für die Gestaltung von lokalen Zusammenschlüssen interessant ist.

Die Studie in einer Lang- und einer Kurzfassung kann hier heruntergeladen werden: http://www.kirchgemeindeplus.ch/zwischenergebnisse-begleitforschung/

Am 1.1.2022 gibt es im Kanton Zürich noch 111 Kirchgemeinden. 2012 waren es noch 176!

In den letzten zehn Jahren hat sich die Einsicht im Kanton Zürich durchgesetzt, dass in Fragen der alltagsnahen und zukunftsfähigen Gestaltung von Kirche vor Ort eine regionale Perspektive verheissungsvoller ist als eine kleinräumige und damit begrenzte Perspektive. Ausserdem zeigte sich in den zehn Jahren, dass die Region einen neuen Spielraum eröffnet für kirchliche Vielfalt.

Auch Kirchgemeinden, die ursprünglich nur verbindliche zusammen arbeiten wollten, haben inzwischen gemerkt, dass eine regionale Perspektive nur dann sinnvoll ist, wenn eine Kirchgemeinde mit einer Kirchenpflege entsteht. Innerhalb dieser Regionen kann aber die kirchliche Arbeit sehr lokal organisiert werden – entsprechend dem Bedarf der reformierten Kirchen-Mitglieder.

Bassersdorf-Nürensdorf, Brütten und Lindau werden die Kirchgemeinde Breite: Kreativität ein Jahr vor dem Zusammenschluss

Wichtige Bestandteile der neuen Kirchgemeinde
werden die drei Ortskirchen sein: Das kirchliche Leben
vor Ort soll weiterhin individuell und vielfältig gestaltet
werden. Die lokale Bevölkerung soll dabei mitreden
und mitwirken.

Aktuelles zum Aufbruch der Kirchgemeinde Stäfa!

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Gewinn für Alle

Es will so keiner recht hinsehen oder – ich stecke den Kopf in den Friedhofsboden… Es stellt sich doch schon länger die Frage: Kirche sein, Kirche leben, Kirche weiterhin bewegen – wie können die Kirchgemeinden, trotz abnehmender Mittel, in der Gesellschaft präsent sein, Notleidende unterstützen und die unterschiedlichsten Menschen mit ihren religiösen Bedürfnissen erreichen? Wie kann mit weniger Ressourcen – Mitglieder, Freiwillige, Pfarrstellen, Geld, usw. – ein vielfarbiges Angebot aufrechterhalten werden, das die eher distanzierten Mitglieder anspricht und zur Mitarbeit motiviert? Jetzt hat Hombrechtikon, zusammen mit Stäfa – DIE Chance, Kirche HEUTE und MORGEN (und GESTERN) zu sein • Gleichzeitig wird mit diesem Prozess in der Gesellschaft ein vielfarbiges Bild einer vielschichtigen Kirche sicht- und erlebbar, denn Kirche weltweit fängt bereits an der eigenen Kirchgemeindegrenze an. • Territoriale Grenzen von gestern und heute (auch die von unseren Kirchgemeinden) sind Teil einer gesamtgesellschaftlichen Entwicklung und waren und sind immer wieder von historischen Prozessen begleitet und neu definiert worden. Und so sind auch Kirchgemeindegrenzen nie statisch, sondern stets in Bewegung. Kurz auf einen Nenner gebracht: Regionale Zusammenarbeit = Gewinn für ALLE • Unterschiedliche Profile können in der regionalen Zusammenarbeit deutlich sichtbar und erlebbar werden. • Die Kirchgemeinden werden attraktiver, da das Angebot vielfältiger ist. …Noch Fragen 😉? (Andreas Dürr, Kirchenpflegepräsident Hombrechtikon in einem facebook-Beitrag)

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Stellungnahme der Projektgruppe HoSt22 auf Vorwürfe einer Gruppe „Skeptiker“:

Andere Meinungen zulassen

Wir sind an einer offenen Diskussion interessiert. Und kritische
Büchsengespräche bekommen Platz im «reformiert.lokal». Wollen Sie Ihre Meinung mit Bild und Wort kundtun? Melden Sie sich bei Andreas Erni (andreas.erni@kirchestaefa.ch).

Die Mitarbeitenden bringen sich kritisch und konstruktiv in das Projekt HoSt22 ein. Das Stäfner Pfarrteam hat der Kirchenpflege loyales Verhalten zugesichert. Sorge bereiten würden uns allfällige Versuche, Mitarbeitende gegen die Behörden auszuspielen.

Demokratisches Vorgehen

Demokratisches Vorgehen heisst für uns, dem Auftrag der Kirchgemeindeversammlungen Folge zu leisten und ein Szenario «Zusammenschluss» auszuarbeiten. Ein Stäfner Zusatzantrag, weitere Varianten der Kooperation auszuarbeiten, wurde im September 2019 deutlich verworfen, auch aufgrund eines dezidierten Votums einer Pfarrperson. Sorge bereiten uns allfällige Versuche, die Behörden nicht nur als undemokratisch, sondern auch als inkompetent oder uninformiert zu diffamieren. Sie leisten im HoSt22-Prozess eine riesige und professionelle Arbeit und sind bemüht, über die Informationsanlässe hinaus mit Fragenden im Kontakt zu bleiben.

Überleben der Kirche

Es geht nicht um das Überleben der Kirche. Das liegt in Gottes Hand.
Es geht um eine vernünftige Organisation einer zukunftsfähigen Kirchgemeinde. Ein Zusammenschluss kann durch freiwerdende «Bündelungsenergien» gerade Raum für den Gemeindebau, für die «Botschaft der Pfarrleute» und für die Tatkraft aller Berufsgruppen schaffen. Die Exekutiven sind daran, den organisatorischen Richtungsentscheid zur Abstimmung zu bringen und den Mitgliedern Entscheidungsgrundlagen zu liefern. Wie ihnen ist auch den Behörden wichtig, dass alle Stimmberechtigten diesen Entscheid gut informiert fällen können.

Idee:

 

Um eine lebendige Kirchgemeinde zu sein, dürfen wir uns nicht „kleinkarriert“ abgrenzen, sondern öffnen und die Chancen sehen, die ein Zusammenschluss mit sich bringt. Chancen, andere interessante Menschen in unseren Zug einsteigen zu lassen und diese auf die Reise zu neuen Abenteuern mitnehmen.

Rita Collet

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Leserbriefe

Leserbrief von Fredi Rechsteiner in der Zürichsee-Zeitung (24.11.20):

«Es funktioniert nicht auf einen Schlag» (ZSZ 13.11.2020, Seite 5)

Am Diskussionsabend zeigten verschiedene Stäfner Mitglieder der reformierten Kirche ihre Abneigung gegen einen Zusammenschluss mit Hombrechtikon. Dies hing damit zusammen, dass sie mit dem heutigen Zustand sehr zufrieden sind. In ihren Augen funktioniert heute alles gut: die Pfarrpersonen ziehen am gleichen Strick, und das kirchliche Leben wird als ansprechend empfunden.  Ich kann diese Haltung gut verstehen, und am Abend entstand fast so etwas wie der Eindruck einer Wohlfühl-Oase.

Leider ist das Verharren auf den heutigen Zustand aber nicht nachhaltig, und die Realität ist eine andere.

Jährlich schwindet die Zahl wegen Austritten und Todesfällen in beiden Kirchgemeinden zusammen um etwa 100 Mitglieder. Der Druck auf einen Zusammenschluss und die Bündelung aller Kräfte wächst somit ständig, und dies nicht nur in Hombrechtikon. Solche Zusammenschlüsse sind denn auch im ganzen Kanton an der Tagesordnung.

Fredi Rechsteiner, Ürikon

Heimat – Beitrag in „reformiert.“ (Dez. 2020) von Ine van den Heuvel

  • Heimat ist für mich Uerikon, wo ich liebend gerne zuhause bin
  • Heimat ist für mich die Watteninsel Terschelling, der riesige Himmel, der endlose Horizont, das Radfahren am Deich und das Laufen am Nordseestrand
  • Heimat ist für mich Stäfa, in meinem Pass als Heimatgemeinde angegeben
  • Heimat ist für mich der Lützelsee in Hombrechtikon, wo ich beim Spazieren Kraft tanke
  • Heimat ist für mich auch, wenn ich meine Kinder und Enkelkinder in Horgen besuche
  • Heimat ist für mich Rotterdam, der grössten Hafenstadt Europas, wo ich meine Kindheit und Jugend verbracht habe
  • Heimat ist für mich das Unterengadin, das Skifahren auf verschneiten Pisten und die Wanderungen im Frühling, Sommer und Herbst
  • Heimat ist sich zuhause zu fühlen an der Elbe und in der St. Michaeliskirche in Hamburg, der Stadt, aus der mein Mann kommt
  • Heimat fühle ich auch mit Freunden und Freundinnen bei «LuckyPoint», einem Schweizer Charity-Projekt in Südafrika

Insofern hat Heimat für mich nicht nur eine Form oder eine Farbe, sondern ist ein herrlich buntes, warmes und vielschichtiges Bild von Menschen, Orten und Erlebnissen, die mir etwas ganz Besonderes bedeuten.

Deswegen geht auch für mich kein Stück meiner Heimat verloren, wenn sich zwei Nachbar-Kirchgemeinden vereinigen.

Im Gegenteil, die Farbenpallette wird grösser und es ergeben sich neue Chancen und weitere Möglichkeiten miteinander die Zukunft zu gestalten.

Ine van den Heuvel

Leserbrief von Andreas van den Heuvel in der Zürichsee-Zeitung (24.11.20)

«Es funktioniert nicht auf einen Schlag» (ZSZ 13.11.2020, Seite 5)

Nach vorne schauen….

Veränderungen des Vertrauten rufen regelmässig unterschiedliche Reaktionen hervor:

Interessen, Neugierde, Begeisterung, Motivation zum Mitmachen und Gestalten aber auch Bedenken, Zweifel, Sorgen und das Bestreben am Hergebrachten festzuhalten.
All diese Reaktionen sind zulässig und ein lebendiger Diskurs über den besten Weg ist ein essentieller Teil unserer Demokratie.

Wichtig ist, dass wir die Fakten nicht aus den Augen verlieren:
Die Anzahl der Kirchgemeindemitglieder sinkt seit Jahren kontinuierlich in allen Gemeinden.
Anpassungen in der Organisation sind unvermeidlich. Ein Hinauszögern ist keine nachhaltige Lösung.

Die Kirchgemeinden Hombrechtikon und Stäfa können beide durch eine echte Partnerschaft in einer Fusion wachsen und sich positiv weiterentwickeln.

Wie sagte doch Paulus ? „Seid mutig und seid stark!“ (1.Kor.16,13b).

Andreas van den Heuvel