Kategorien
Aktuelles

Testimonials

„Von einer Fusion von Hombrechtikon und Stäfa erwarte ich:

– Eine funktionsfähige Kirchgemeinde für künftige Generationen
– Eine Verwaltung für zwei Kirchgemeinden
-Ein Geben und Nehmen von Talenten und Fähigkeiten

Und mein Lieblingssatz aus der Arbeit der Projektgruppe:
Zusammenwachsen um zusammen zu wachsen.

(Verena Zeller-Sauder)

Verena Zeller-Sauder

„Der Zusammenschluss beider Kirchgemeinden ist eine pragmatische und durchdachte Lösung. Die angepassten Organisationsstrukturen werden uns dabei helfen, auch in Zukunft eine lebendige und starke Glaubensgemeinschaft zu bleiben.“

(Andreas van den Heuvel)

Andreas van den Heuvel

„Der Zusammenschluss unserer beiden Kirchgemeinden ist für alle von uns eine Chance, christliche Solidarität mit einer langfristigen positiven Wirkung zu praktizieren. Von solch einer Lösung werden beide Kirchgemeinden, auch unsere Kinder und Kindeskinder profitieren.“

(Ine van den Heuvel, ehemalige Kirchenpflegerin Stäfa)

Ine van den Heuvel

„DER ZUSAMMENSCHLUSS ist – zu unserem Leidwesen-  UNUMGÄNGLICH.“

(Alfred Rechsteiner, alt Gemeinderat Stäfa)

Alfred Rechtsteiner mit seinen Enkelkindern

„Um mich persönlich als Mitglied anzusprechen, muss unsere Kirchgemeinde «Gutes» pflegen und «Neues und Grösseres» in den Blick nehmen. Ein Zusammenschluss schafft  die Voraussetzungen dafür.“

(Peter Wilhelm, Ürikon, ehemaliger Sozialdiakon für Jugend- und Familienarbeit der Kirchgemeinde Stäfa)

Kategorien
Aktuelles

Nächstenliebe – Leitartikel im reformiert.lokal

Die Jahreslosung 2021 heisst: «Seid barmherzig, wie auch Euer Vater barmherzig ist.» Das Lukas- Evangelium illustriert diesen Vers in der Geschichte vom barmherzigen Samaritaner. Gott, väterlich und mütterlich, zeigt sich in uns Samaritanerinnen und Samaritanern.

Die Geschichte in Kurzform: Ein Priester und ein Tempeldiener sind auf dem Weg von Jerusalem nach Jericho. Sie lassen einen ausgeraubten Halbtoten im Strassengraben liegen. Diesem hilft ein Samaritaner, der des Weges kommt.

Jesus erzählt diese Geschichte auf eine provokative Frage zur Nächstenliebe hin: «Wer ist denn mein Nächster, meine Nächste?» Wo ich so frage, gehe ich von mir aus. Ich selber lege den Radius meiner Nächstenliebe fest und kreise um mich selber. In Jerusalem sind meine Nächsten, auch im Tempel, aber doch nicht im Strassengraben in der gottverlassenen Gegend zwischen Jerusalem und Jericho.

Am Schluss stellt Jesus die Gegenfrage. «Wer ist dem, der unter die Räuber fiel, der Nächste geworden?» Statt: «Wer ist mir nahe?» – nun: «Wem komme ich nahe?» Die Perspektive wechselt. Im Zentrum der Nächstenliebe stehe nicht ich. Auch nicht die von mir definierte Komfortzone der Nächstenliebe. Im Zentrum steht die andere Person, die mich braucht. Das sprengt meinen Aktionsradius auf.

Was wir nicht wissen: wo der Ausgeraubte zugehörig war. Einer, dem ich Nächster werde, ist nicht immer einer von uns. Nächstenliebe fremdet nicht. Sie ist auch Fernstenliebe.

Was wir aber wissen: ein Samaritaner hatte in Jerusalem und im Tempel keinen guten Ruf. Einer, der nicht dazugehört, wird hier einem Notleidenden der Nächste. Das ist die beissende Pointe der Geschichte. Nächstenliebe durchkreuzt unser «Nah und Fern», unser «Eigen und Fremd», unser «Freund und Feind».

«Barmherzigkeit» ist in die Kritik geraten. Sie hat etwas Gönnerhaftes und Einseitiges. Es fehlt die Augenhöhe und das Wechselseitige. Sagen wir doch: Seid solidarisch, wie Gott solidarisch ist. Kommt einander nahe, wie Gott Euch nahekommt. Ein Jahresmotto, das uns fordert.

Bald werden wir über das Projekt HoSt22 abstimmen. Ein Übungsfeld dafür, wie wir «Nah und Fern», «Eigen und Fremd» verstehen und Solidarität gestalten. Wechselseitig samaritanisch?

Cornelia Bizzarri (Kirchenpflegerin Stäfa), Andreas Dürr (Kirchenpflegepräsident Hombrechtikon) und Arnold Egli (Kirchenpflegepräsident Stäfa)