Argumente in Kurzform

  • Bewegung in der Zürcher Landeskirche.
    Seit 2014 haben 80 von 180 Kirchgemeinden im Kanton Zürich entschieden, sich mit anderen Kirchgemeinden zusammenzuschliessen. Ein Hauptgrund ist die rückläufige Anzahl ihrer Mitglieder. Seit 2005 ist die Zahl der Reformierten in Stäfa und Hombrechtikon um 14 % zurückgegangen. Die Wohnbevölkerung ist im gleichen Zeitraum um 16 % gewachsen. Daraus ergibt sich eine Differenz von rund 30 %. Es ist uns wichtig, dass wir auch in Zukunft ein vielfältiges Angebot für alle Gemeindemitglieder anbieten können. Die Reorganisation zu einer grösseren Einheit ist ein guter Schritt in diese Richtung.
    Zusammenschlüsse sind die nachhaltige Form von Kooperationen.

  • Eine Kirchgemeinde mit Zukunft braucht eine vernünftige Grösse.
    Eine Kirchgemeinde ist eine öffentlich-rechtliche Einrichtung. Die Anforderung an ihre Professionalität steigt. Das betrifft alle kirchlichen Berufe – auch Leitung, Verwaltung und Haushaltsführung. Es braucht vertieftes Fachwissen für immer komplexere Abläufe. Um professionell zu bleiben und um sorgsam zu haushalten, benötigen wir eine sinnvolle Gemeindegrösse. Sie dürfte durch den Zusammenschluss von Stäfa und Hombrechtikon für die nächsten zwanzig Jahre gesichert sein. Professionalität, Qualität und Effizienz machen uns fit für die Zukunft.
    Wir stellen heute die Weichen für morgen.

  • Ein Weg der Kirchgemeinden Stäfa und Hombrechtikon in eine gemeinsame Zukunft: mit soliden Finanzen, starken Ressourcen und aus dem Geist der Solidarität.
    Das Finanzmodell für eine zusammengeschlossene Gemeinde zeigt:
  • Einsparungen von CHF 160’000 durch Wegfall von Doppelspurigkeiten
  • einen etwas geringeren Ertrag durch die Angleichung der Steuerfüsse auf 11 % (CHF 250’000)
  • einen Ertragsüberschuss von CHF 385’000 bei einem Aufwand von CHF 4’750’000.

  • Der Zusammenschluss ist bezahlbar und lohnt sich:
  • Die Gemeindegrösse erlaubt künftig wirtschaftlicheres Haushalten.
  • Die unterschiedlichen Gemeindekulturen bereichern sich gegenseitig.
  • Das theologische Profil in einem grösseren Pfarrteam wird vielfältiger.

  • Bündeln – Bewegen – Bewahren
    Mit dem Zusammenschluss von Stäfa und Hombrechtikon verfolgen wir drei Ziele:
  • Wir bündeln unsere Kräfte: z.B. in der Konfirmationsarbeit oder im Gottesdienst (Kanzeltausch).
  • Wir wagen Neues: z.B. im Projekt «partizipative Jugendarbeit» (unterstützt vom Kirchenrat mit 20 Pfarrstellenprozenten).
  • Wir bewahren Bewährtes: z.B. Gottesdienste am Sonntagmorgen an beiden kirchlichen Orten und Pflege des kirchenmusikalischen Lebens vor Ort.
  • Verankert und innovativ gestalten wir den Wandel.
  • Die Stäfner Kirchgemeinde ist von grossen Veränderungen betroffen. Der Anteil reformierter Einwohner in Stäfa ist zwischen 1999 und 2019 von 51% auf 35% gesunken. Der Mitgliederrückganz wird zu Einschränkungen – zum Beispiel bei der Pfarrstellenzuteilung – führen.
  • Besser als zu warten und das bestehende Programm mit weniger Mitteln aufrecht zu erhalten ist es, frühzeitig zu handeln um die Kirchgemeinde langfristig zukunftsähig zu erhalten.
  • Noch gibt es keine Sparzwänge. Der Zusammenschluss ist deshalb keine Sparübung, sondern ein proaktiver Aufbruch und die kreative Gestaltung der Zukunft.
  • Durch regionale Räume entsteht mehr Beweglichkeit und mehr innovativer Spielraum für alle Beteiligten.
  • Trotzdem bleiben die Ansprechpersonen in den kirchlichen Orten (Hombrechtikon, Stäfa, Ürikon) bestehen. Auch bleibt bei Taufen, Beerdingung, Hochzeiten alles, wie es ist. Der Religionsunterricht für die Kinder wird weiterhin an den bestehenden Orten angeboten.
  • Der zusätzliche Gewinn liegt in der grösseren Beweglichkeit für Ideen, Angebote. Durch geschickte Kooperationen können Mittel freigeschaufelt werden für neue Formen von Kirche. Ziel des Zusammenschlusses ist auch, die Vielfalt des kirchlichen Lebens zu erhöhen.
  • Es gehört zur Tradition der Reformierten Kirche, mutig aufzubrechen in eine vielfältige und alltagsnahe Zukunft.

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