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Aktuelles zum Aufbruch der Kirchgemeinde Stäfa!

Wir publizieren hier in regelmässigen Abständen aktuelle Neuigkeiten, Leserbriefe, Argumenten im Zusammenhang mit dem Aufbruch- und Visionsprozess der Kirchgemeinde Stäfa und dem ZusammenWachsen mit der Kirchgemeinde Hombrechtikon.

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Testimonials

„Von einer Fusion von Hombrechtikon und Stäfa erwarte ich:

– Eine funktionsfähige Kirchgemeinde für künftige Generationen
– Eine Verwaltung für zwei Kirchgemeinden
-Ein Geben und Nehmen von Talenten und Fähigkeiten

Und mein Lieblingssatz aus der Arbeit der Projektgruppe:
Zusammenwachsen um zusammen zu wachsen.

(Verena Zeller-Sauder)

Verena Zeller-Sauder

„Der Zusammenschluss beider Kirchgemeinden ist eine pragmatische und durchdachte Lösung. Die angepassten Organisationsstrukturen werden uns dabei helfen, auch in Zukunft eine lebendige und starke Glaubensgemeinschaft zu bleiben.“

(Andreas van den Heuvel)

Andreas van den Heuvel

„Der Zusammenschluss unserer beiden Kirchgemeinden ist für alle von uns eine Chance, christliche Solidarität mit einer langfristigen positiven Wirkung zu praktizieren. Von solch einer Lösung werden beide Kirchgemeinden, auch unsere Kinder und Kindeskinder profitieren.“

(Ine van den Heuvel, ehemalige Kirchenpflegerin Stäfa)

Ine van den Heuvel

„DER ZUSAMMENSCHLUSS ist – zu unserem Leidwesen-  UNUMGÄNGLICH.“

(Alfred Rechsteiner, alt Gemeinderat Stäfa)

Alfred Rechtsteiner mit seinen Enkelkindern

„Um mich persönlich als Mitglied anzusprechen, muss unsere Kirchgemeinde «Gutes» pflegen und «Neues und Grösseres» in den Blick nehmen. Ein Zusammenschluss schafft  die Voraussetzungen dafür.“

(Peter Wilhelm, Ürikon, ehemaliger Sozialdiakon für Jugend- und Familienarbeit der Kirchgemeinde Stäfa)

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Gewinn für Alle

Es will so keiner recht hinsehen oder – ich stecke den Kopf in den Friedhofsboden… Es stellt sich doch schon länger die Frage: Kirche sein, Kirche leben, Kirche weiterhin bewegen – wie können die Kirchgemeinden, trotz abnehmender Mittel, in der Gesellschaft präsent sein, Notleidende unterstützen und die unterschiedlichsten Menschen mit ihren religiösen Bedürfnissen erreichen? Wie kann mit weniger Ressourcen – Mitglieder, Freiwillige, Pfarrstellen, Geld, usw. – ein vielfarbiges Angebot aufrechterhalten werden, das die eher distanzierten Mitglieder anspricht und zur Mitarbeit motiviert? Jetzt hat Hombrechtikon, zusammen mit Stäfa – DIE Chance, Kirche HEUTE und MORGEN (und GESTERN) zu sein • Gleichzeitig wird mit diesem Prozess in der Gesellschaft ein vielfarbiges Bild einer vielschichtigen Kirche sicht- und erlebbar, denn Kirche weltweit fängt bereits an der eigenen Kirchgemeindegrenze an. • Territoriale Grenzen von gestern und heute (auch die von unseren Kirchgemeinden) sind Teil einer gesamtgesellschaftlichen Entwicklung und waren und sind immer wieder von historischen Prozessen begleitet und neu definiert worden. Und so sind auch Kirchgemeindegrenzen nie statisch, sondern stets in Bewegung. Kurz auf einen Nenner gebracht: Regionale Zusammenarbeit = Gewinn für ALLE • Unterschiedliche Profile können in der regionalen Zusammenarbeit deutlich sichtbar und erlebbar werden. • Die Kirchgemeinden werden attraktiver, da das Angebot vielfältiger ist. …Noch Fragen 😉? (Andreas Dürr, Kirchenpflegepräsident Hombrechtikon in einem facebook-Beitrag)

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Nächstenliebe – Leitartikel im reformiert.lokal

Die Jahreslosung 2021 heisst: «Seid barmherzig, wie auch Euer Vater barmherzig ist.» Das Lukas- Evangelium illustriert diesen Vers in der Geschichte vom barmherzigen Samaritaner. Gott, väterlich und mütterlich, zeigt sich in uns Samaritanerinnen und Samaritanern.

Die Geschichte in Kurzform: Ein Priester und ein Tempeldiener sind auf dem Weg von Jerusalem nach Jericho. Sie lassen einen ausgeraubten Halbtoten im Strassengraben liegen. Diesem hilft ein Samaritaner, der des Weges kommt.

Jesus erzählt diese Geschichte auf eine provokative Frage zur Nächstenliebe hin: «Wer ist denn mein Nächster, meine Nächste?» Wo ich so frage, gehe ich von mir aus. Ich selber lege den Radius meiner Nächstenliebe fest und kreise um mich selber. In Jerusalem sind meine Nächsten, auch im Tempel, aber doch nicht im Strassengraben in der gottverlassenen Gegend zwischen Jerusalem und Jericho.

Am Schluss stellt Jesus die Gegenfrage. «Wer ist dem, der unter die Räuber fiel, der Nächste geworden?» Statt: «Wer ist mir nahe?» – nun: «Wem komme ich nahe?» Die Perspektive wechselt. Im Zentrum der Nächstenliebe stehe nicht ich. Auch nicht die von mir definierte Komfortzone der Nächstenliebe. Im Zentrum steht die andere Person, die mich braucht. Das sprengt meinen Aktionsradius auf.

Was wir nicht wissen: wo der Ausgeraubte zugehörig war. Einer, dem ich Nächster werde, ist nicht immer einer von uns. Nächstenliebe fremdet nicht. Sie ist auch Fernstenliebe.

Was wir aber wissen: ein Samaritaner hatte in Jerusalem und im Tempel keinen guten Ruf. Einer, der nicht dazugehört, wird hier einem Notleidenden der Nächste. Das ist die beissende Pointe der Geschichte. Nächstenliebe durchkreuzt unser «Nah und Fern», unser «Eigen und Fremd», unser «Freund und Feind».

«Barmherzigkeit» ist in die Kritik geraten. Sie hat etwas Gönnerhaftes und Einseitiges. Es fehlt die Augenhöhe und das Wechselseitige. Sagen wir doch: Seid solidarisch, wie Gott solidarisch ist. Kommt einander nahe, wie Gott Euch nahekommt. Ein Jahresmotto, das uns fordert.

Bald werden wir über das Projekt HoSt22 abstimmen. Ein Übungsfeld dafür, wie wir «Nah und Fern», «Eigen und Fremd» verstehen und Solidarität gestalten. Wechselseitig samaritanisch?

Cornelia Bizzarri (Kirchenpflegerin Stäfa), Andreas Dürr (Kirchenpflegepräsident Hombrechtikon) und Arnold Egli (Kirchenpflegepräsident Stäfa)

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Vision/Ziel des Zusammenschlusses: Präambel des Zusammenschlussvertrags der beiden Kirchgemeinden

«Der Zusammenschluss beider Kirchgemeinden stärkt die kirchliche Vielfalt und ein von Freiwilligen mitgestaltetes kirchliches Leben vor Ort.

Die Angebote entsprechen den Bedürfnissen der Mitglieder und der Ortsteile sowie der Vielfalt der Lebenswelten.

Gottesdienste am Sonntag und Feiern im Lebenszyklus (Taufe, Konfirmation, Trauung, Abschied) finden weiterhin in beiden Ortskirchen statt.

Die Organisation und Verwaltung werden optimiert.

Zwei Kulturen begegnen sich auf Augenhöhe und öffnen sich, um organisch «zusammenzuwachsen» und zusammen zu wachsen».

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Stellungnahme der Projektgruppe HoSt22 auf Vorwürfe einer Gruppe „Skeptiker“:

Andere Meinungen zulassen

Wir sind an einer offenen Diskussion interessiert. Und kritische
Büchsengespräche bekommen Platz im «reformiert.lokal». Wollen Sie Ihre Meinung mit Bild und Wort kundtun? Melden Sie sich bei Andreas Erni (andreas.erni@kirchestaefa.ch).

Die Mitarbeitenden bringen sich kritisch und konstruktiv in das Projekt HoSt22 ein. Das Stäfner Pfarrteam hat der Kirchenpflege loyales Verhalten zugesichert. Sorge bereiten würden uns allfällige Versuche, Mitarbeitende gegen die Behörden auszuspielen.

Demokratisches Vorgehen

Demokratisches Vorgehen heisst für uns, dem Auftrag der Kirchgemeindeversammlungen Folge zu leisten und ein Szenario «Zusammenschluss» auszuarbeiten. Ein Stäfner Zusatzantrag, weitere Varianten der Kooperation auszuarbeiten, wurde im September 2019 deutlich verworfen, auch aufgrund eines dezidierten Votums einer Pfarrperson. Sorge bereiten uns allfällige Versuche, die Behörden nicht nur als undemokratisch, sondern auch als inkompetent oder uninformiert zu diffamieren. Sie leisten im HoSt22-Prozess eine riesige und professionelle Arbeit und sind bemüht, über die Informationsanlässe hinaus mit Fragenden im Kontakt zu bleiben.

Überleben der Kirche

Es geht nicht um das Überleben der Kirche. Das liegt in Gottes Hand.
Es geht um eine vernünftige Organisation einer zukunftsfähigen Kirchgemeinde. Ein Zusammenschluss kann durch freiwerdende «Bündelungsenergien» gerade Raum für den Gemeindebau, für die «Botschaft der Pfarrleute» und für die Tatkraft aller Berufsgruppen schaffen. Die Exekutiven sind daran, den organisatorischen Richtungsentscheid zur Abstimmung zu bringen und den Mitgliedern Entscheidungsgrundlagen zu liefern. Wie ihnen ist auch den Behörden wichtig, dass alle Stimmberechtigten diesen Entscheid gut informiert fällen können.

Idee:

 

Um eine lebendige Kirchgemeinde zu sein, dürfen wir uns nicht „kleinkarriert“ abgrenzen, sondern öffnen und die Chancen sehen, die ein Zusammenschluss mit sich bringt. Chancen, andere interessante Menschen in unseren Zug einsteigen zu lassen und diese auf die Reise zu neuen Abenteuern mitnehmen.

Rita Collet

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Leserbriefe

Leserbrief von Fredi Rechsteiner in der Zürichsee-Zeitung (24.11.20):

«Es funktioniert nicht auf einen Schlag» (ZSZ 13.11.2020, Seite 5)

Am Diskussionsabend zeigten verschiedene Stäfner Mitglieder der reformierten Kirche ihre Abneigung gegen einen Zusammenschluss mit Hombrechtikon. Dies hing damit zusammen, dass sie mit dem heutigen Zustand sehr zufrieden sind. In ihren Augen funktioniert heute alles gut: die Pfarrpersonen ziehen am gleichen Strick, und das kirchliche Leben wird als ansprechend empfunden.  Ich kann diese Haltung gut verstehen, und am Abend entstand fast so etwas wie der Eindruck einer Wohlfühl-Oase.

Leider ist das Verharren auf den heutigen Zustand aber nicht nachhaltig, und die Realität ist eine andere.

Jährlich schwindet die Zahl wegen Austritten und Todesfällen in beiden Kirchgemeinden zusammen um etwa 100 Mitglieder. Der Druck auf einen Zusammenschluss und die Bündelung aller Kräfte wächst somit ständig, und dies nicht nur in Hombrechtikon. Solche Zusammenschlüsse sind denn auch im ganzen Kanton an der Tagesordnung.

Fredi Rechsteiner, Ürikon

Heimat – Beitrag in „reformiert.“ (Dez. 2020) von Ine van den Heuvel

  • Heimat ist für mich Uerikon, wo ich liebend gerne zuhause bin
  • Heimat ist für mich die Watteninsel Terschelling, der riesige Himmel, der endlose Horizont, das Radfahren am Deich und das Laufen am Nordseestrand
  • Heimat ist für mich Stäfa, in meinem Pass als Heimatgemeinde angegeben
  • Heimat ist für mich der Lützelsee in Hombrechtikon, wo ich beim Spazieren Kraft tanke
  • Heimat ist für mich auch, wenn ich meine Kinder und Enkelkinder in Horgen besuche
  • Heimat ist für mich Rotterdam, der grössten Hafenstadt Europas, wo ich meine Kindheit und Jugend verbracht habe
  • Heimat ist für mich das Unterengadin, das Skifahren auf verschneiten Pisten und die Wanderungen im Frühling, Sommer und Herbst
  • Heimat ist sich zuhause zu fühlen an der Elbe und in der St. Michaeliskirche in Hamburg, der Stadt, aus der mein Mann kommt
  • Heimat fühle ich auch mit Freunden und Freundinnen bei «LuckyPoint», einem Schweizer Charity-Projekt in Südafrika

Insofern hat Heimat für mich nicht nur eine Form oder eine Farbe, sondern ist ein herrlich buntes, warmes und vielschichtiges Bild von Menschen, Orten und Erlebnissen, die mir etwas ganz Besonderes bedeuten.

Deswegen geht auch für mich kein Stück meiner Heimat verloren, wenn sich zwei Nachbar-Kirchgemeinden vereinigen.

Im Gegenteil, die Farbenpallette wird grösser und es ergeben sich neue Chancen und weitere Möglichkeiten miteinander die Zukunft zu gestalten.

Ine van den Heuvel

Leserbrief von Andreas van den Heuvel in der Zürichsee-Zeitung (24.11.20)

«Es funktioniert nicht auf einen Schlag» (ZSZ 13.11.2020, Seite 5)

Nach vorne schauen….

Veränderungen des Vertrauten rufen regelmässig unterschiedliche Reaktionen hervor:

Interessen, Neugierde, Begeisterung, Motivation zum Mitmachen und Gestalten aber auch Bedenken, Zweifel, Sorgen und das Bestreben am Hergebrachten festzuhalten.
All diese Reaktionen sind zulässig und ein lebendiger Diskurs über den besten Weg ist ein essentieller Teil unserer Demokratie.

Wichtig ist, dass wir die Fakten nicht aus den Augen verlieren:
Die Anzahl der Kirchgemeindemitglieder sinkt seit Jahren kontinuierlich in allen Gemeinden.
Anpassungen in der Organisation sind unvermeidlich. Ein Hinauszögern ist keine nachhaltige Lösung.

Die Kirchgemeinden Hombrechtikon und Stäfa können beide durch eine echte Partnerschaft in einer Fusion wachsen und sich positiv weiterentwickeln.

Wie sagte doch Paulus ? „Seid mutig und seid stark!“ (1.Kor.16,13b).

Andreas van den Heuvel